News

« Zurück

19/04/2013
Die Wahl der geeigneten Hämorrhoidenbehandlung

Behandlungsarten bei verschiedenen Schweregraden

Aufgrund mangelnder Bewegung und ungesunder Ernährung treten Hämorrhoiden heutzutage immer häufiger auch bei jüngeren Patienten auf. Das Spektrum der Behandlungsmethoden ist äußerst vielseitig, wobei viele stark in den Körper eingreifen. Welche Art der Therapie gewählt werden sollte, hängt zumeist in erster Linie von der Stärke des Schweregrades ab und der Art der Symptome ab.

Im Folgenden eine Liste der häufigsten Behandlungsarten und deren Anwendungsbereiche:

  • Oral eingenommene Medikamente oder Cremes: diese werden meist bei kleinen und blutenden Hämorrhoiden verschrieben.
  • Ligatur: Die Gummibandligatur ist besonders wirksam bei inneren Hämorrhoiden, die während des Stuhlgangs vorfallen. Hierbei wird ein kleines Gummiband um die Hämorrhoiden gezogen, um diese zum Abschwellen zu bringen. Letztere fallen daraufhin üblicherweise zusammen mit dem Gummiband nach einigen Tagen ab, die Wunde heilt daraufhin in etwa ein bis zwei Wochen. Bei dieser Behandlung entstehen manchmal leichte Schmerzen und Blutungen.
  • Injektion: Hier wird eine chemische Lösung in das Hämorrhoidengewebe gespritzt, was die Hämorrhoiden schrumpfen lässt und zum Abfallen bringt. Die Methode ist relativ schmerzfrei und kann auch bei blutenden Hämorrhoiden (die nicht vorfallen) angewendet werden.

Diese Behandlungen können ambulant durchgeführt werden, hierfür ist somit kein Krankenhausaufenthalt notwendig. Allerdings verursachen diese auch häufige Rückfälle und bedürfen oftmals mehr als einer Sitzung. Im Falle schwerer Formen, beispielsweise bei wiederholt auftretenden äußeren Hämorrhoiden in Form von Knoten, stärkeren Blutungen oder fehlgeschlagenen Ligaturen müssen oftmals chirurgische Eingriffe durchgeführt werden.

Zu den Operationen unter Vollnarkose gehören etwa:

  • die Hämorroidektomie, bei welcher das Hämorrhoidengewebe herausgeschnitten und die Wunden vernäht werden.

Ebenfalls existieren Therapieformen wie Kryotherapie (Vereisung), Sklerosierung (Verödung) und Infrarotbehandlung.

Die geeignete Therapieform hängt auch von der Verfassung des einzelnen Patienten ab und ist in jedem Falle mit einem Proktologen gemeinsam abzuwägen. Anfangs können oral verabreichte Medikamente und Salben unter ärztlicher Aufsicht ausprobiert werden, bevor chirurgische Maßnahmen in Erwägung gezogen werden.

Sitzbäder mit warmem Wasser, mindestens einmal täglich, können in jedem Fall Linderung bei Juckreiz und Schmerzen verschaffen und können vom Patienten allein durchgeführt werden.
Zu guter Letzt sollte stets auf eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse sowie ausreichende Flüssigkeitszufuhr (Wasser) geachtet werden. Alkohol und Fleisch sollten möglichst vermieden werden.